Cottbuser Anbieter geben praktische Lebenshilfe

Stadt ist mit Betreuungsangeboten gut aufgestellt

Die Stadt Cottbus ist gemeinsam mit den Partnern gut aufgestellt, wenn es um Angebote für Menschen mit Behinderung geht. Diese Einschätzung teilen die Behindertenbeauftragte Irena Wawrzyniak sowie Sven Hofmann, Vorsitzender des Behindertenbeirates.

160 Seiten stark ist das Buch, das der Paritätische Wohlfahrtsverband und die Stadt als Wegweiser durch soziale Dienste und Einrichtungen in Cottbus zusammengestellt haben. Hunderte Angebote und Ansprechpartner sind dort zusammengefasst. Ein Exemplar ist freilich nur noch schwer zu bekommen. „Eine Neuauflage scheiterte am Geld“, sagt Sven Hofmann. So nutzen die Cottbuser Anbieter zunehmend das Internet, um für ihre Leistungen zu werben.

Etabliert hat sich dabei die Adresse www.familienratgeber.de der Aktion Mensch. Der kostenlose Familienratgeber bietet Informationen zu einer Vielzahl von Themen, die für Menschen mit Behinderung von Bedeutung sind, um möglichst selbstbestimmt am Leben in der Gesellschaft teilzuhaben.

So gibt er beispielsweise Auskunft über das Persönliche Budget und den Schwerbehindertenausweis. Der Ratgeber hilft bei der Suche nach Bildungs- und Freizeitangeboten. Themen wie Inklusion in Schule und Beruf werden ebenso aufgegriffen wie Frühförderung, Assistenz und Barrierefreiheit. Der Familienratgeber informiert über finanzielle und rechtliche Hilfen sowie über Beratungs- und Selbsthilfeangebote vor Ort.

Kernstück des Familienratgebers stellt die Adressdatenbank mit rund 25 000 Adressen dar. Die Nutzer haben hier die Möglichkeit, nach wichtigen Adressen von Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe in ihrer Nähe zu recherchieren, um dort gezielt Hilfe zu erhalten.

Gut 80 Cottbuser Einrichtungen haben dort ihre Visitenkarte hinterlassen. „Wenn es um praktische Lebenshilfe geht, finden Betroffene in Cottbus viele Ansprechpartner“, sagt Sven Hofmann. „Wichtig ist, dass viele untereinander gut vernetzt sind“, ergänzt Irena Wawrzyniak.

Verschiedene Vereine wie der Blinden- und Sehbehindertenverband oder der Gehörlosenverband haben ihre Landesgeschäftsstellen in Cottbus. „Das bedeutet mehr Kapazitäten vor Ort und ein kurzer Draht zu den Bundesverbänden – davon profitieren dann die Mitglieder“, betont Sven Hofmann.

Der Behindertenbeirat der Stadt Cottbus wiederum versteht sich als Interessenvertreter, um die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen in die Planungen und Entscheidungen der Kommunalpolitik unmittelbar einzubringen. Sprechstunden des Beirates sind jeden ersten Dienstag im Monat in der Stadtverwaltung Cottbus, Neumarkt 5, Raum 11, in der Zeit von 15 bis 17 Uhr. Per E-Mail ist er unter folgender Adresse zu erreichen: mail@behindertenbeirat-cottbus.de.

 

Quelle: lr-online