Cottbuser Postparkplatz nach Sanierung barrierefrei nutzbar

Freie Fahrt auf den Postparkplatz

Nach acht Monaten Bauzeit ist der Postparkplatz am Freitag wieder freigegeben worden. Das Areal wurde mit viel Grün versehen. Doch ein zweiter Bauabschnitt muss noch warten. Das hat mit den Plänen in der Stadtpromenade zu tun. Die Breitscheidstraße ist auch wieder offen.

Freitagmorgen regnet es. Aus dem Rathaus eilen die Mitarbeiter zum Postparkplatz. Die Regenschirme aufgespannt. Darunter Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) und die Baubeigeordnete Marietta Tzschoppe (SPD) und zahlreiche Stadtverordnete. Die einzigen, die das unfreundliche Wetter nicht zu stören scheint, sind die Mitarbeiter der Alpina AG Cottbus in ihren grünen Arbeitsuniformen. Schließlich braucht das viele neue Grün, das sie in dem Areal gepflanzt haben, ausreichend Wasser zum Anwachsen.

Der Oberbürgermeister erklärt zufrieden: „Mit der Umgestaltung des Postparkplatzes haben wir einen weiteren Baustein für die Innenstadt gesetzt. Er schafft nun eine Verbindung zwischen Berliner Platz und dem Blechen-Carré.“ Die Anzahl der Parkplätze sei annähernd erhalten geblieben. Fortan haben auf dem Areal acht Taxen, 46 Autos und bis zu sieben Motorräder Platz. Neu sind Fahrradständer vor dem Eingang der Hauptpost und Bänke. „Es sind außerdem die technischen Voraussetzungen geschaffen worden, um acht Ladesäulen für Elektroautos aufzustellen“, ergänzt Oberbürgermeister Kelch. „Allerdings haben wir noch keinen Betreiber dafür, weshalb sie noch nicht aufgestellt wurden.“ Auch das ist für das Stadtoberhaupt wichtig: „Der Parkplatz ist jetzt komplett barrierefrei.“ Mit der Freigabe des Parkplatzes ist auch der Fußweg entlang der Post in Richtung Stadthaus geöffnet worden.

Marietta Tzschoppe betont: „Alpina hat schneller gebaut als geplant. Das muss erwähnt werden.“ Geschäftsführer Sven Thierfelder nimmt das Lob gern entgegen und gibt es sofort an seine Mannschaft weiter. Angesichts des grauen Himmels sind die schwierigen klimatischen Arbeitsbedingungen der vergangenen Monate längst vergessen. „Wir konnten teilweise nur bis 14 Uhr arbeiten, weil es schon um 9 Uhr 25 Grad Celsius heiß war“, berichtet er und schiebt nach: „Diese Zeitverluste konnten wir aber wieder aufholen.“

Die Flaniermeile – der Geh- und Radweg entlang der Gleise bis zum Blechen-Carré – wurde bereits Anfang August freigegeben. Inklusive der Umgestaltung des Postparkplatzes sind rund 900 000 Euro in das Innenstadt-Areal geflossen, zwei Drittel kommen aus dem Modellstadt-Fördertopf.

Die Arbeiten in dem Bereich sind trotzdem noch nicht abgeschlossen. Es wird noch einen zweiten Bauabschnitt geben, der bewusst offen gelassen wurde, wie Baubürgermeisterin Tzschoppe erklärt. Denn gleich nebenan ist noch immer die Erweiterung des Blechen-Carrés in der Stadtpromenade geplant. „Damit die Fahrzeuge auf die Baustelle kommen, wird eine Baustraße parallel zur Flaniermeile entlangführen“, sagt Marietta Tzschoppe. Deshalb ist die Gestaltung mit Spielplatz, Wasserspiel, Sitzgelegenheiten und weiteren Bäumen für diesen Bereich zunächst verschoben worden. Es wurde erst einmal nur Gras angesät. Die Arbeiten in der Stadtpromenade sollen nach neuesten Informationen im kommenden Jahr starten. Ursprünglich sollte mit dem Abriss der unterirdischen Anlagen des alten Bowling bereits im November begonnen werden.

Ebenfalls seit Freitag heißt es wieder freie Fahrt auf der Rudolf-Breitscheid-Straße. Dort hat die Stadt die Sanierung zwischen Straße der Jugend und Tiegelgasse abgeschlossen. Der östliche Teil der Fahrbahn und die Gehwege wurden auf einer Länge von 150 Metern grundhaft ausgebaut. In dem Zuge wurde auch der Parkplatz an der Roßstraße neu gestaltet und bepflanzt. Unterirdisch ist ebenfalls eine Menge erneuert worden: der Regenwasserkanal, die Trinkwasserleitung und die Kanalisation, ein der Teil der Gasleitungen sowie die Stromversorgung. Das Bauprojekt wurde aus dem Modellstadtprogramm finanziert. Die Gesamtkosten belaufen sich nach Angaben der Stadt auf rund 800 000 Euro.


Quelle: lr-online

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