Ein Lachen sagt mehr als Worte

Wenn Kinder spielen können, dann sind sie glücklich

2015-10-12

Finns optische Wahrnehmung ist sehr beschränkt. Lediglich zwischen hell und dunkel kann er unterscheiden. Daher verwundert es nicht, dass er schnelle Bewegungen liebt …. Foto: Wochenkurier Südbrandenburg

Lausitz hilft Ab, auf den Spielplatz! Für die meisten Kinder ist es eine Leichtigkeit – schnell mit den Beinen Schwung genommen, schon pendelt die Schaukel nach vorn und wieder zurück. Doch was ist mit denen, die durch Krankheit oder einen schweren Schicksalsschlag nicht eigenständig laufen, klettern oder schaukeln können? Auch diese Kinder sollen spielen. Das Gefühl der Freiheit und Freude erleben…

Familie Blumberg aus Cottbus steht daher stellvertretend für viele Familien. Familien, die durch den ambulanten Johanniter-Kinderhospizdienst betreut werden müssen.

Mit ihren zwei Söhnen Finn und Ben leben die Eltern Anne (35 Jahre) und Tino (37 Jahre) zusammen in Cottbus. Der heute siebenjährige Finn erlitt mit gerade einmal eineinhalb Jahren einen Sauerstoffmangel – schwerwiegende Hirnschäden blieben dabei zurück. Es folgte eine schwere Zeit für die gesamte Familie. Das Geschehene verstehen, verarbeiten und lernen, damit in Zukunft zu leben. Ein schwerer Prozess, der sichtlich bei allen Familienmitgliedern gefruchtet hat…

Im Rahmen der Hilfsaktion „Die Lausitz hilft!“ traf Wochenkurier die Familie auf einem Spielplatz und musste mit ansehen, was Spielen für den einen und den anderen bedeutet. Schaukel, Klettergerüst und Co.: Auf sämtlichen Spielgeräten konnte sich der 11-jährige Ben austoben. Finn hingegen stand mit seinem Rollstuhl lediglich daneben. „Dabei liebt es Finn, wenn er bewegt wird. Er muss immer Action haben“, so der Vater.

Genau aus diesem Grund hat sich WochenKurier erneut der Hilfsaktion „Die Lausitz hilft!“ angenommen und verfolgt den Bau einer behindertengerechten Spielplatzanlage auf dem Gelände der Johanniter in Cottbus. Damit Kinder wie Finn auch spielen können. Nach dem Besuch auf dem „normalen“ Spielplatz, fuhr Familie Blumberg gemeinsam mit WochenKurier zum Gelände der Johanniter. Hier wartete bereits die Rollstuhlschaukel auf Finn. „Beim Schaukeln hat sich Finn sichtlich entspannt und die Freude, die stand ihm unübersehbar ins Gesicht geschrieben“, so Mutter Anna.

Doch damit soll es nicht genug sein. Eine Rollstuhlwippe sowie ein Rollstuhlkarussell sollen hier noch entstehen. Dafür werden weitere Spendengelder benötigt!

Sie möchten spenden? Spenden für den ambulanten Kinderhospizdienst Südbrandenburg nimmt der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. entgegen.


Quelle: Wochenkurier Südbrandenburg