Kommune Inklusiv startet

Emoji Inklusion
Bild: Aktion Mensch e.V.

Die Aktion Mensch hat heute ihre Initiative „Kommune Inklusiv“ gestartet. Mit diesem auf fünf Jahre angelegten Projekt will sich Deutschlands größte Soziallotterie für die Umsetzung von Inklusion in Kommunen engagieren. Ziel ist, dass alle Menschen mit und ohne Behinderung an den gesellschaftlichen Prozessen ihrer Gemeinde teilhaben können – gemeinsam wohnen, gemeinsam arbeiten, die Schule besuchen oder ganz selbstverständlich mit anderen die Freizeit gestalten.

Für dieses Vorhaben hat die Aktion Mensch fünf Modell-Kommunen gesucht und gefunden, die auf ihrem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft von der Soziallotterie begleitet werden. Neben zahlreichen Angeboten wie Beratung und Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit sind auch Maßnahmen für die Professionalisierung und das Wissensmanagement vorgesehen.

Fast 130 Gemeinden hatten sich für die Initiative „Kommune Inklusiv“ beworben. Daraus hat die Aktion Mensch die Kommunen Rostock (Mecklenburg-Vorpommern), Schneverdingen (Niedersachsen), Erlangen (Bayern), Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg) und die Verbandsgemeinde Nieder-Olm (Rheinland-Pfalz) ausgewählt. Kriterien für die Auswahl waren unter anderem: unterschiedliche Erfahrungen mit Inklusion sowie ein erkennbarer Wille in den Verwaltungen, Inklusion weiter voranzutreiben. Zusätzlich sollten die Teilnehmer verschiedene Gemeindegrößen und Regionen Deutschlands repräsentieren.

Schwerpunkt der Unterstützung durch die Initiative ist der Aufbau lokaler Inklusions-Netzwerke mit Handelnden aus Verwaltung, Vereinen, Wohlfahrtsverbänden, Selbsthilfe und Unternehmen. Die Universität Frankfurt am Main begleitet die Entwicklungen und wertet die Erfolge laufend aus. „So können auch andere Städte und Gemeinden an diesem Inklusionsprozess teilhaben und sich orientieren, damit diese Initiative Schule macht und viele Nachahmer findet“, so Aktion Mensch-Vorstand Armin v. Buttlar.

Auf der Online-Plattform „Kommune Inklusiv“ können sich auch Kommunen, die nicht Teil der Initiative sind, über den laufenden Inklusionsprozess und die Ergebnisse informieren. Langfristig sollen darauf auch Foren für den Austausch der Netzwerke in den Pilotregionen eingerichtet werden.


Quelle: Aktion Mensch