Mehr als 700 Kinder beteiligen sich im Cottbuser Sportzentrum an Mission Paralympics

Gute Laune bei schlechtem Wetter

Foto der drei Kinder mit einem drehenden Teller


Raik (12), Willy (10) und Vincent (11/v.l.) aus der Cottbuser Bauhausschule hatten bei der Mission Paralympics viel Spaß.
Foto: Hering

Die zehn Cottbuser Grundschulen, die den gestrigen Kindertag im Sportzentrum verbrachten, haben ihre Entscheidung nicht bereut. Denn für die Wettbewerbe im Rahmen der Aktion Mission Paralympics hatten die Veranstalter eine Schlechtwetter-Variante parat. So war der Regen egal.

Eine Premiere erlebte der am Mittwoch zum fünften Mal ausgetragene Wettbewerb Mission Paralympics in Cottbus. „Wir mussten erstmals auf die Schlechtwettervariante zurückgreifen“, sagte Ron Radlow, Organisationschef von der Cottbuser Sportjugend. Früh um 7 Uhr sei die Entscheidung gefallen, in die Leichtathletikhalle umzuziehen. „Wir waren aber darauf vorbereitet, alles also kein Problem“, so Radlow.

Der Umzug hatte allerdings Konsequenzen: Sowohl der BMX-Parcours als auch die Wasserspiele der Feuerwehr mussten ausfallen. „Trotzdem war es die richtige Entscheidung“, sagte Radlow.

Die Bestätigung dafür lieferte ein Blick in die rappelvolle Leichtathletikhalle. Ob Rollstuhlslalom, Curling, Sitzvolleyball oder Geschicklichkeitsspiele – alle Stationen wurden belagert. Jeder Schüler erhielt eine Stempelkarte, auf der seine Aktivitäten erfasst wurden. Zehn Stempel waren notwendig – dann gab es eine Urkunde und ein kleines Geschenk. Der zehnjährige Willy aus der Bauhausschule hatte bereits einige Stempel zusammengetragen. „Es gefällt mir sehr gut, die haben sich alle sehr viel Mühe gegeben“, sagte er. Sein Kumpel Vincent (11) ergänzte: „Es macht sehr großen Spaß, auch wenn ich mich auf den BMX-Parcours und die Feuerwehr gefreut hatte.“

Zum ersten Mal wurde der Sportwettbewerb in das Programm der Cottbuser Umweltwoche integriert. Für den Cottbuser Umweltdezernenten Thomas Bergner (CDU) eine gute Idee. „Ich bin begeistert von der großen Resonanz, man versteht in der Halle kaum sein eigenes Wort, mit solch einem Enthusiasmus sind die Kinder bei der Sache“, sagte er. Eine Station freilich war an diesem Tag nicht zu toppen – auch wenn diese im Freien zu „absolvieren“ war und dafür auch ein paar Regentropfen in Kauf genommen werden mussten. Ein Besuch am Eiswagen war praktisch Pflicht für jedes der gut 700 Kinder. Für den Eisverkäufer wiederum bedeutete das eine wahrhaft sportliche Herausforderung.


Quelle: lr-online.de