Neuregelung für mehr Leichte Sprache

Neuregelung für mehr Leichte Sprache

Schild: Halt bitte Leichte Sprache
Bild: Mensch zuerst

Neben den Neuregelungen des Bundesteilhabegesetzes sind zum 1. Januar 2018 auch weitere Bestimmungen des Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes (BGG) in Kraft getreten, die für mehr Verständlichkeit sorgen sollen. Damit wird das Recht auf Leichte Sprache gestärkt.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales informiert in einer Presseerklärung wie folgt über die neuen Bestimmungen, die zum 1. Januar 2018 in Kraft getreten sind:

Erläuterungen von Bescheiden, Allgemeinverfügungen, öffentlich-rechtlichen Verträgen und Vordrucken

Ab dem 1. Januar 2018 tritt eine Änderung des § 11 des Gesetzes zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz – BGG) in Kraft: Die Bundesbehörden sollen dann Menschen mit geistigen und seelischen Behinderungen Bescheide, Allgemeinverfügungen, öffentlich-rechtliche Verträge und Vordrucke auf Anforderung in einfacher, verständlicher Weise erklären, wenn nötig auch in Form einer schriftlichen Übertragung in Leichte Sprache.

Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsrechts (in Kraft seit 27. Juli 2016), mit dem das BGG im Kern novelliert worden ist, war mit der bisherigen Regelung des § 11 bereits eine Grundlage zur Stärkung der Leichten Sprache in das BGG eingefügt worden: Bis zum Inkrafttreten der Erweiterung umfasste die Regelung zunächst, dass die Behörden des Bundes vermehrt Informationen in Leichter Sprache bereitstellen sollen, und die Bundesregierung darauf hinwirkt, dass Behörden die Leichte Sprache stärker einsetzen und ihre Kompetenzen für das Verfassen von Texten in Leichter Sprache auf- und ausgebaut werden.


Quelle. KOBINET-NACHRICHTEN