Paralympisches Sportfest in Cottbus

Paralympisches Sportfest – „Vielfalt wird für ein paar Stunden zur Normalität“

Vielfalt statt Einfalt – unter diesem Motto ist am Mittwoch im Cottbuser Sportzentrum das erste Sportfest Mission Paralympics ausgetragen worden. 200 Kinder und Jugendliche aus Cottbuser Schulen beteiligten sich an der Premierenveranstaltung.

„Wie lenkt man mit dem Ding?“ Der elfjährige Max aus der Pestalozzi-Grundschule hat mit dem Gefährt mächtig zu kämpfen. An der Slalom-Station hat er sich zum ersten Mal in seinem Leben in einen Rollstuhl gesetzt. Und nun merkt er, dass es geradeaus noch halbwegs passabel vorwärtsgeht, in den Kurven aber schon eine besondere Technik vonnöten ist. „Das habe ich mir leichter vorgestellt“, sagt er am Ende des Parcours.

„Hier können die Kinder ganz neue Erfahrungen sammeln“, sagt Elke Bittner. Die Lehrerin der Sportbetonten Grundschule ist mit einer kompletten Klasse ins Sportzentrum gekommen. Die Schüler haben sich aufgeteilt und erforschen die verschiedenen Stationen.

Einige von ihnen schauen Reinhard Winkelgrund über die Schulter. Der 69-Jährige, der bei einem Verkehrsunfall sein Augenlicht verloren hat, ist mit seiner Tischballplatte an diesem Tag besonders gefragt. Die Kinder dürfen sich selbst mit Ball und Schläger ausprobieren. Zuvor gibt es vom Profi allerdings einen wichtigen Tipp: „Ihr müsst unbedingt Schutzhandschuhe anziehen“, betont Winkelgrund und zeigt den Kindern einen blauen Fleck auf seinem Handrücken. Den habe er sich vor wenigen Tagen beim Spiel eingehandelt.

Die Regeln sind schnell erklärt, die Kinder sind mit Eifer bei der Sache. „Das macht richtig Spaß“, sagt Maximilian von der Albert-Schweitzer-Förderschule. Punkte oder Tore sind unwichtig.

Das gilt auch für die Rollstuhl-Basketball-Station. Dort wirft Jens Neumann von den Red Rollers Cottbus den Schülern den Ball zu. Die meisten Versuche, im Rollstuhl sitzend den Basketballkorb zu treffen, misslingen. Trotzdem nehmen die Kinder immer wieder Anlauf. „Es ist vor allem eine Frage der Koordination“, sagt Jens Neumann. Den Kindern verrät er freilich nicht, dass der Basketballkorb im regulären Spielbetrieb der Red Rollers noch wesentlich höher hängt.

„Das ist eine tolle Veranstaltung, weil die Kinder einmal die andere Seite kennenlernen können“, sagt Sabine Offermann, Konrektorin der Cottbuser Bauhausschule, die gemeinsam mit der Sportjugend die Mission Paralympics vorbereitet hat. Unterstützung gab es vom Landesaktionsplan und der Aktion Mensch. Außerdem haben sich viele andere Helfer mit eingebracht.

Die meisten von ihnen sind am Nachmittag dabei, als es eine besondere Ehrung gibt. Der elfjährige Max Wrobel von der Bauhausschule hat den Rekord beim Torwandschießen aufgestellt und dabei selbst Kicker der Sportschule in die Schranken gewiesen. An diesem Tag ist das alles ganz normal.

Quelle: Lausitzer Rundschau Cottbus

Eindrücke vom Sportfest:

Anzeigetafel im Sportzentrum Cottbus - die Gäste und Teilnehmer werden begrüßtRundkurs im Rollstuhl bewältigenKugelstoßen aus dem RollstuhlRollstuhlbasketball - FreiwurfRollstuhlbasketball - FreiwurfTorwandschießenTorwandschießenTeilnehmer stärken sich zum MittagSlalomstrecke mit dem RollstuhlShowndown - TischballspielShowndown - Tischballspiel zwischen Vorsitzendem BHBR und Hr. Winkelgrund -Ergebnis 2:12Kinder beim TauziehenKinder beim Sitzvolleyball spielenKinder spielen SitzvolleyballVorsitzende BHBR im Gespräch mit dem Basketballer der Red RollersTeilnehmer vor der PreisverleihungTeilnehmer vor der PreisverleihungPreisverleihung - die Teilnehmer bekommen ihre Preisestellvertrend bekommen die Schüler für die teilnehmenden Schulen einen Preisstellvertrend bekommen die Schüler für die teilnehmenden Schulen einen Teilnahmepreisstellvertrend bekommen die Schüler für die teilnehmenden Schulen einen TeilnahmepreisFr. Sibrowa erhält einen Preis für die Unterstützung durch LAP-Cottbusdie Teilnehmerpreise werden ver<br /><br /><br /><br />
gebendie Teilnehmerpreise werden vergebenEhepaar Winkelgrund - Showdown/Tischball für blinde Menschen