Rückblick auf die Behindertenpolitische Regionalkonferenz in Cottbus am 20. September 2010

Am 20.09.2010 fand unter Federführung des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie Land Brandenburg eine Behindertenpolitische Konferenz statt. Was als Konferenzreihe für die einzelnen Regionen im Land Brandenburg begann, endete als glänzender Abschluss und mit der 5. Konferenz hier im Stadthaus in Cottbus.

Leitziel der Politik für Menschen mit Behinderungen ist die „Inklusion“ – das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung in ALLEN Lebensbereichen. Aus diesem Grund richteten sich die 5 Konferenzen in den einzelnen Regionen vor allem an Betroffene, ihre Vertretungen, ihre Angehörigen, interessierte Bürgerinnen und Bürger, Fachleute und Akteure auf Landes- und kommunaler Ebene, die im Dialog miteinander die volle und selbstbestimmte Teilhabe an der Gesellschaft von Menschen mit Behinderung mitgestalten wollen. „NICHTS ÜBER UNS OHNE UNS“ – der Leitspruch der Behindertenbewegungen weltweit – war hierbei die Richtschnur.

Um dies möglichst unbearbeitet umzusetzen, gab es außer Fachvorträgen zur UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung, auch 4 Foren/Arbeitsgruppen, in denen die Teilnehmer, je nach eigener Interessenverteilung, miteinander und mit Expertinnen und Experten aus der Region, dem Ministerium oder mit Betroffenen ins Gespräch kommen sollten. Weitere Zielstellungen wie, eine breite gesellschaftliche Diskussion über die Chancen der Umsetzung der UN-Konvention für Bund, Land und seine Regionen, Sammlung von Ideen und Positionen zur konkreten Ausgestaltung der Behindertenpolitik wurden mit den 5 Konferenzen verfolgt. Besonderes Augenmerk lag hier auf der Entwicklung und dem Transport von Ideen, Anregungen und Forderungen an die Politik. Besonders in den Foren/Arbeitsgruppen sollte Letzteres initiiert und auf den Weg gebracht werden.

Auch der Behindertenbeirat der Stadt Cottbus wurde gebeten einen Beitrag zur Thematik „Kommunale Umsetzungsmöglichkeiten der UN-Behindertenrechtskonvention – Welche Rolle spielen die Kommunen?“ einzubringen und kam dieser Anfrage gern nach.

Der Vorsitzende des BHBR am RednerpultIn seiner Rede erwähnt Sven Hoffmann, Vorsitzender des Behindertenbeirates der Stadt Cottbus, „Ich erachte die Kommunen dabei als Basis, die eine Umsetzung direkt und vor Ort mitgestalten kann und diese auch vorantreiben sollte. Auf dieser kommunalen Ebene sieht man genau, wo die Probleme liegen, ob und wie Maßnahmen umgesetzt wurden und wie die Menschen mit diesen Lösungen zu Recht kommen. Damit kann die Kommune Multiplikator sein, der sich über seine eigenen Grenzen hinweg um einen regen Austausch bemüht.“ (den gesamten Redebeitrag des Behindertenbeirates finden Sie hier)

Abschließend bleibt zu sagen, dass unsere Kommunen in diese Rolle hineinwachsen müssen. Auch in der UN Konvention wird dies als Prozess dargestellt. Wir tun gut daran, wenn viele diesen Prozess begleiten und fördern. Die 5 Regionalkonferenzen haben ihren, wenn auch nur einen kleinen, Beitrag dazu geleistet und nun liegt es an Ihnen, den insgesamt mehr als 1000 Teilnehmern, die in ihren Regionen die Konferenzen besucht haben, die eröffneten Möglichkeiten, die Forderungen und Ideen voranzutreiben und den nötigen Druck gegenüber der Politik aufzubauen.