Verheißungsvolle Verabredungen: Das erste Inklusionsforum in Cottbus endet mit konkreten Absprachen

Kleine Schritte und große Verabredungen – zwei Tage lang haben sich Fachleute in Cottbus über das Thema Inklusion ausgetauscht. 44 Vereinbarungen sind dabei geschlossen worden. Für die Beteiligten war die Runde ein Erfolg.

Jede Haltestelle muss barrierefrei sein. Unternehmen und öffentliche Arbeitgeber bieten Praktikumsplätze für behinderte Menschen an. Fitnessstudios und Sportvereine halten kostengünstige Angebote für psychisch kranke Menschen bereit. Das sind drei der Vereinbarungen, die am Donnerstag zum Abschluss des ersten gemeinsamen Inklusionsforums für die Region Cottbus/Spree-Neiße verabschiedet worden sind. Zuvor hatten sich freie Träger, Behindertenbeiräte, Jobcenter, Arbeitsagentur, Vereine und Verwaltungen in Arbeitsgruppen darüber ausgetauscht, wie eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung gestaltet werden kann. Daraus entstanden schließlich die Vereinbarungen. Die Teilnehmer verpflichteten sich mit ihrer Unterschrift, bei der Umsetzung der Ideen mitzuhelfen. „Endlich einmal eine Veranstaltung, in der es konkret wird“, sagte der Cottbuser Landtagsabgeordnete Jürgen Maresch (Linke). „Ich bin froh, dass die Initiative von unten ausging, also von den Trägern, die tagtäglich mit den Menschen arbeiten“, sagte Edeltraud Schlosser vom Behindertenbeirat. Der Verein Jugendhilfe hatte – unterstützt von anderen Partnern – das Forum organisiert. Die Aktion Mensch half bei der Finanzierung.

„Jetzt ist es wichtig, dass die Vereinbarungen umgesetzt werden“, erklärte Regina Segieth vom Veranstalter. Deshalb sollen die Ergebnisse der zweitägigen Runde einem möglichst breiten Kreis zur Verfügung gestellt werden. Der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) bot als Plattform die Internetseite der Stadt an. Weitere Foren könnten folgen, so Regina Segieth.

Quelle: lr-online / sh